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2015/08/26

Heute einfach du zu sein.

Hey S.,

ich weiß immer noch nicht genau, wie ich dich nennen soll. So oder lieber doch nach deinem Spitznamen? T. tut das ja jetzt schon dauernd. Ich glaube, es ist nur eine Frage der Zeit, bis ich mir das auch angewöhne.

Es hat einen Grund, weswegen ich diesen Text, Brief, was auch immer, schreibe, den du (hoffentlich?) nie lesen wirst. Ich möchte dir schon seit längerer Zeit so vieles sagen. Persönlich. Nicht über Whatsapp, aber irgendwie ist reden ja etwas, das wir nicht so gut können. Zumindestens über wichtige Themen. Du wirst es nicht wissen, aber ich bin ein sehr großer Fan von Ehrlichkeit und ein Fan vom Tacheless reden. Denn ich finde das nicht so einfach, nicht zu wissen wo ich genau stehe. Du bist mir verdammt wichtig. Ich will dich nicht verletzten und ich will dass du glücklich bist. Doch ob du das gleiche auch für mich willst, das weiß ich nicht. Und das ist das Problem.

Ich komme immer wieder an diesem Punkt an, an dem ich darüber zweifel, dass du mich überhaupt magst, obwohl du mir das schon tausend mal geschrieben hast und mir das eigentlich (...) auch zeigst. Doch ich bin ein sehr selbstkritischer Mensch (und das ist echt noch zu optimistisch formuliert!) und deswegen, und auch, weil es so viele komische Momente gibt, denke ich das und werde diesen Gedanken einfach nicht los. Gerade ist dieser Gedanke sehr präsent in meinem Kopf. Wir waren heute verabredet. Unsere Verabredung (wir hätten uns endlich nach 3 Wochen RICHTIG wieder gesehen, ist dir das klar?) hat mir meine Laune gerettet und mir wieder Kraft gegeben. Seitdem wir das ausgemacht haben war meine Laune auf dem Höhepunkt. Auch wenn an diese Verabredung eher ein körperliches, als zwischenmenschliches Anliegen hatte. Doch dann hast du mir abgesagt. Nichts schlimmes eigentlich. Doch es hat mich wieder in mein Loch gestoßen. Es hat mich wieder total verletzt. Weil du meintest, dass du zu erschöpft bist. FÜR WAS? Mich zu ertragen? Ich kann das eigentlich total gut verstehen. Aber nur eigentlich. Ich habe manchmal auch zu viel von Menschen. Auch von denen, die mir total wichtig sind. Doch ich habe nie zu viel von dir.
Ich hätte deine Nähe heute gebraucht. Um auf andere Gedanken zu kommen. Um mich mal wieder etwas sicherer zu fühlen. Um wenigstens ein bisschen mit dir über meine Ängste zu reden, die auch dich betreffen. Doch du denkst mal wieder nur an dich selbst. Und ich kann dir das nicht mehr zum Vorwurf machen, weil ich weiß, wie viel du gerade leisten musst und wie viel Gepäck du gerade zu tragen hast. Aber du verstehst nicht, dass ich für dich da sein möchte und dir immer beim tragen helfen würde. Du verstehst so vieles nicht.

Ich habe mich mittlerweile einigen Leuten anvertraut, was die Situation zwischen dir und mir angeht. Ich bin kein Mensch, der gut Sachen in sich hineinfressen kann. Ich habe gelernt mich Menschen anzuvertrauen. Bei dir habe ich nicht das Gefühl, dass du das so gut kannst.
Ich habe einen Satz bei diesen Gesprächen oft gehört: "Ist das kompliziert."
Und ja, das ist es. Ich blicke selber nicht mehr durch, was wir füreinander sind.
Was bedeutet dir das zwischen uns?

Aber ich kann dir auch nicht vorwerfen, dass du mir diese Antwort vorbehaltest. Denn, ich glaube nicht, dass du weißt, oder auch ahnst, was du für mich bist. Ich weiß nicht wie ich das geschafft habe, aber ich war in den letzten Wochen verdammt gut darin nicht mit offenen Karten zu spielen. Ich habe einfach verdammt Angst davor, dass dich das abschreckt. Egal, wie oft du mir schreibst, dass du mich besser kennen lernen willst. Ich würde dir liebend gern diese Abgründe, die in mir schlummern ersparen.

Aber lange kann ich das nicht mehr. Du machst mich so glücklich. Du gibst mir ein gutes Gefühl. Ich fühle mich so wohl in deiner Nähe. Ich vertraue dir so sehr und das ist etwas besonderes, weil ich nicht gut Menschen vertrauen kann. Ich will einfach, dass du das weißt. Doch ich kann es auch nicht für mich behalten, dass du mir verdammt oft, sehr weh tust. Du meinstest, du wirst das nicht tun, aber von Anfang an wusste ich, dass das nicht ohne geht. Es ist nicht nur deine Schuld. Meine Gefühle sind das Problem, aber auch du könnstest mal versuchen dich nicht wie ein Elefant im Glashaus zu verhalten.

Du machst mich jedes mal, wenn wir uns nah sind, ein Stückchen mehr ganz. Doch jedes mal danach reißt du mir mein Herz raus und trampelst darauf rum. Immer und immer wieder.
Ich bin mir nicht sicher, wie lange ich das noch aushalten kann.

Doch alles ist besser, als deine Nähe nicht mehr spüren zu dürfen. Alles ist besser, als deine Finger nicht mehr auf meiner Haut spüren zu dürfen. Alles ist besser, als dich nie wieder küssen zu dürfen.

Ich hasse es keine Macht mehr darüber zu haben, wie es mir geht, denn du bist derjenige, der meine Laune bestimmt. Das einzige, was mich noch beschäftigt ist, ob du mir schreibst oder ob du mir nicht schreibst. Dich zu sehen hebt meine Laune so sehr, doch ist es auch nur ein wenig wahrscheinlich, dass ich sie (kann ich deine Ex-Freundin nennen?) zu Gesicht bekomme, will ich nur noch weglaufen. Ich kann es einfach nicht ertragen euch zusammen zu sehen. Und vorallem kann ich ihr nach all dem nicht mehr richtig in die Augen gucken.

Ich komme manchmal an den Punkt, an dem ich mir wünsche, dass ich dich einfach aus meinem Leben werfen könne. An dem ich mir wünsche, keinen einzigen Gedanken mehr an dich verschwenden zu müssen und keine einzige Minute mehr an dich verschwenden wollen.
Doch ich weiß, dass ich das nicht schaffen würde, genau so wie dich eigenhändig aus meinem Leben zu streichen, weil du mich so fertig machst.

Aber auch wenn es mir nur für einen Moment gut geht mit dieser Entscheidung, weiß ich, dass ich ohne deine Nähe nicht das nächste Jahr überleben werde können.

Ich bin komplett von meinem Weg abgekommen.
Ich weiß einfach nicht mehr was ich tun soll.

Sagst du es mir? Irgendwann?

Deine L.

2015/06/28

Steinschlag



Ich schreibe viele Texte, die sich um dich drehen. Immer und immer wieder handeln sie davon, wie sehr es weh tut und wie sehr ich mich nach deiner Nähe sehne. Aber manchmal handeln sie auch von Erkenntnissen, die ich erlangt habe. Erkenntnissen, von denen ich denke, dass sie endlich in meinem Kopf bleiben und mir weiter helfen über dich hinweg zu kommen. Aber es klappt einfach nicht. Ich bin nie auf dem richtigen Weg beziehungsweise ich bleibe immer nur für ein paar Momente auf ihm. Es braucht nur einen kleinen Kieselstein, der alles wieder zum rollen und aufwühlen bringt und mich wieder zurück auf meinen falschen Weg, den ich nun schon seit mehreren Monaten gehe.

2015/05/13

Falling Away in my dreams.

Was mach ich nur mit dir?
Du bist so präsent in meinem Kopf und alles dreht sich um dich.
Ich könnte über dich schreiben, so wie diesen Text, aber irgendwie würde es immer wieder auf dasselbe rauskommen.
Ich könnte Geschichten schreiben, in der unsere Geschichte vorkommt. „Unsere“ Geschichte, die ich noch erfinden müsste, weil es sie nicht gibt. Mit den ganzen Situationen, die ich mir in allen möglichen Momenten vorstelle und mich zu einem Grinsen zwingen, da es in diesen Geschichten immer ein Happy-End gibt. Nicht so wie im echten Leben.

Du und ich im Wasser. Ich habe dir gerade dein Leben gerettet. Ich klammere mich an dich und du vielleicht auch an mich. Alles um uns herum ist plötzlich egal, weil da dieses Knistern zwischen uns so Energie geladen ist. Wir schauen uns einfach nur an, bis wir beide einfach so unsere Köpfe zueinander neigen und sich unsere Lippen berühren.

Und es fühlt sich alles so falsch an, das zu schreiben. Wie ein Teenager, der Fanfiktion über seinen Crush schreiben muss, weil sie es nicht anderes schafft, ihm näher zu kommen.
Diese Geschichte ist doch anders. Oder?

Ich wünschte sie wäre das.

2015/01/28

Alte Texte.

"Ich wünschte, ich würde in deiner Erinnerung bleiben. Als das Mädchen, das anders war. Was dich irgendwie verzaubert hat. Aber ich weiß, dass es niemals so sein wird. Ich bin nichts besonderes, niemand den man im Kopf behält. Aber falls es dich interessiert, DU bist so jemand nicht für mich. Ich werde dich nicht so einfach vergessen, egal was du tust, sagst und auch fühlst. Egal, was du in mir siehst: Du bedeutest mir was." (geschrieben am 18. Juli 2013 um 01:34)

Und ich lese mir meine alten Texte durch. Schon 18 Monate ist das her. Vieles hat sich seit dem verändert, vieles ist schwieriger geworden, aber auch einiges einfacher. Doch meine Gedanken sind gleich geblieben.

2014/08/25

Das Ende der Welt.

Hi schöner Unbekannter,

Du merkst daran, dass ich dir wieder schreibe, dass alles merkwürdig ist. Ich kann meine Gedanken einfach in keine Schublade einordnen. Ob ich positiv oder negativ denke. Alles ist nur ein großes Wirrwarr in meinem Kopf. Ich kann einfach keine klaren, eindeutigen Worte mehr fassen, zu meinem aktuellen Gefühlszustand.

Die Wand vor mir ist so leer. Letztes Jahr noch so mit vielen Erinnerungen gefüllt, leuchtet sie so weiß, wie noch nie in meinen Augen. Alles verblasst von Zeit zu Zeit. Bitte, hilf mir doch, dass ich wenigstens diese wichtigen Dinge behalten kann. Ich möchte das einfach nicht. Alles zieht so schnell vorbei.

Mal wieder bin ich kurz davor aufzugeben, bevor ich überhaupt es versucht habe. Du meintest schon so oft zu mir, dass ich zu schnell die Flinte ins Korn werfe, ich weiß, aber ich kann es einfach nicht ändern.

Zu oft habe ich die Hände Heute vor meinen Augen verschränkt, damit ich das nicht sehen muss, was ich zu sehen bekomme.

Das Leben ist einfach kein Wunschkonzert.

Das ist das, was ich an diesem heutigen Tag gelernt habe.

Bis bald,
L.

2014/08/14

stolpern.

hi, du, ich muss dir was sagen...
Ich weiß auch nicht mehr - ich wusste es eigentlich noch nie, was ich fühlen, denken und machen soll. Alles dreht sich und niemand kann das Karussell, was ich auch liebevoll als mein abwechslungsreiches Leben betitle, anhalten. Ich wünschte du könntest mir helfen, aber ich weiß, dass ich das nur selber kann, auch wenn ich es nicht so gerne, eigentlich kein Stück wahrhaben möchte. Und ja, dazu müsste ich dir erzählen, dass ich Hilfe bräuchte, aber tja...,
diesen Schritt habe ich noch nicht getan. Die Stufe scheint zu unüberwindbar, mein Korsett des schlechten Gewissens ist zu eng geschnürt um dich da auch noch rein ziehen zu können. Und zu wollen.
So schlürfe ich mal wieder Tag für Tag die Brühe aus, die ich mir mit dem Nicht-treffen einer Entscheidung, wie ich mein Leben führen möchte, eingelöffelt habe.
Doch meine Zunge ist schon längst zu verbrannt um meinen Körper noch weiter aufwärmen zu können. Und das runter zu schlucken, was mir wie ein Frosch im Hals stecken bleibt.
Das ist also mein Leben.
mhh, ziemlich beschissen oder?