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2016/06/12

Geschreddert.

Mir geht es schlecht. Mein Kopf dreht sich. Er. Sie. Er. Sie. Wir alle. Nichts können, aber alles müssen.
„Da musst du aber noch üben.“
Ist das immer so?
Ich muss da durch. Doch wie, ohne verletzt zu sein? Ich bin nichts. Luft. Nichts existent. Irgendwas am Rand. Emotional nicht vorhanden.
Doch wie beschreibt man diesen Zustand ohne die Worte dafür zu haben?
Gefühle kochen über und zerstören die Küche.
Warum fragt mich niemand?
Warum frage ich niemanden?
Ich bin doch egal.
Wie mache ich das weg? Wie löse ich diese Situation. Ich kann nicht mit, aber auch nicht ohne ihn. Und er verletzt, verletzt und verletzt, weil er selber verletzt ist. Und ich habe Lust ihn zu verletzten. Es verlang viel Mut das nicht zu tun.
Was bin ich eigentlich für ein Mensch? Ich lüge und lüge und lüge. Ich bin eifersüchtig. Aber niemand plant mich ein. Was ist nun das Problem? Ich oder die anderen?
Was muss ich anders machen? Was kann ich ändern? Was ist eigentlich das Problem?
Oder ist das schon zu spät zu beheben?

2015/10/24

Schwaches Gift.

Mir geht es nicht gut. So nicht gut, dass ich keine Lust habe das für mich in ferner Zukunft zu notieren.

Ich miste gerade aus. Dinge aus meinem Leben, die mich beim stehen bleiben und immer wieder im Kreis drehen nur unterstützen. Dinge, die nicht mehr zu mir passen. Es hat sich viel verändert. Und auf eine gewisse weise auch gar nichts.

Ich habe mir heute endlich hilfe geholt. Es ist ein gutes Gefühl.

Ich weiß, dass ich ihm noch eine Weile hinter her hängen werde. Unsere gemeinsame Zeit war eigentlich nichts und dennoch kommt es mir wie mein halbes Leben vor.
Ich habe viel falsch gemacht und ich wünsche mir immer noch, dass er mit mir redet und wir das klären.
Aber gerade in diesem Moment, auch wenn er gerade mal einen Tag andauert, verstehe ich, dass ich Abstand brauche. Und das er gut ist.

Ich sollte aufhören bei jedem Auto, dass an mir vorbei fährt, zu schauen, ob er das ist. Ich sollte damit aufhören bei jedem klingeln meines Handys zu hoffen, dass die Nachricht von ihm ist.

Das wird schon irgendwie wieder zwischen uns. Nur als Freunde, aber das ist okay. Irgendwann. Für mich.

2015/10/04

Cry rivers and oceans, build a bridge, get over it.

"I'll cry rivers and oceans till I get over it."

Ich weiß, dass ich irgendwann über ihn hinweg sein werde. Ich weiß, dass er mich irgendwann vielleicht nicht mehr interessiert oder einfach in meinem Leben keine trifftige Rolle mehr spielt. Ich weiß, dass ich ihm irgendwann ins Gesicht sehen kann und zufrieden mit der Situation sein werde. Ich weiß, dass es irgendwann nicht mehr weh tun wird, dass aus uns einfach nichts wird und dass SIE und Er ein gutes Paar abgeben. Ich weiß, dass ich darüber hinweg kommen werde. Doch, wann dieser Moment kommen wird, ist mein Problem.

Es tut einfach so verdammt weh. Ich kann mit diesem Schmerz nicht mehr umgehen. Es tut weh, wenn ich ihn sehe und wir über belangloses Zeug reden. Es tut weh, wenn ich sehen muss, dass ich einfach keinen großen Platz in seinem Leben habe. Es tut weh, dass er nicht bemerkt, wie sehr er mir weh tut. Es tut weh, dass ich nie so sein werden kann, wie ich möchte. Es tut weh, dass er so tut, als ob nie etwas zwischen uns gewesen wäre. Es tut weh, dass seine Ex-Nicht-Ex-Freundin wieder Platz in seinem Leben gefunden hat bzw. wieder höchste Priorität ist. Es tut einfach weh.

Es lähmt mich, aber gleichzeitig habe ich es endlich kapiert, dass es das war. Irgendwie. Und irgendwie auch nicht.

Das größte Problem ist eigentlich Hoffnung. Denn sie verschwindet nicht so einfach und lässt dich immer wieder entäuschen.

2015/08/26

Heute einfach du zu sein.

Hey S.,

ich weiß immer noch nicht genau, wie ich dich nennen soll. So oder lieber doch nach deinem Spitznamen? T. tut das ja jetzt schon dauernd. Ich glaube, es ist nur eine Frage der Zeit, bis ich mir das auch angewöhne.

Es hat einen Grund, weswegen ich diesen Text, Brief, was auch immer, schreibe, den du (hoffentlich?) nie lesen wirst. Ich möchte dir schon seit längerer Zeit so vieles sagen. Persönlich. Nicht über Whatsapp, aber irgendwie ist reden ja etwas, das wir nicht so gut können. Zumindestens über wichtige Themen. Du wirst es nicht wissen, aber ich bin ein sehr großer Fan von Ehrlichkeit und ein Fan vom Tacheless reden. Denn ich finde das nicht so einfach, nicht zu wissen wo ich genau stehe. Du bist mir verdammt wichtig. Ich will dich nicht verletzten und ich will dass du glücklich bist. Doch ob du das gleiche auch für mich willst, das weiß ich nicht. Und das ist das Problem.

Ich komme immer wieder an diesem Punkt an, an dem ich darüber zweifel, dass du mich überhaupt magst, obwohl du mir das schon tausend mal geschrieben hast und mir das eigentlich (...) auch zeigst. Doch ich bin ein sehr selbstkritischer Mensch (und das ist echt noch zu optimistisch formuliert!) und deswegen, und auch, weil es so viele komische Momente gibt, denke ich das und werde diesen Gedanken einfach nicht los. Gerade ist dieser Gedanke sehr präsent in meinem Kopf. Wir waren heute verabredet. Unsere Verabredung (wir hätten uns endlich nach 3 Wochen RICHTIG wieder gesehen, ist dir das klar?) hat mir meine Laune gerettet und mir wieder Kraft gegeben. Seitdem wir das ausgemacht haben war meine Laune auf dem Höhepunkt. Auch wenn an diese Verabredung eher ein körperliches, als zwischenmenschliches Anliegen hatte. Doch dann hast du mir abgesagt. Nichts schlimmes eigentlich. Doch es hat mich wieder in mein Loch gestoßen. Es hat mich wieder total verletzt. Weil du meintest, dass du zu erschöpft bist. FÜR WAS? Mich zu ertragen? Ich kann das eigentlich total gut verstehen. Aber nur eigentlich. Ich habe manchmal auch zu viel von Menschen. Auch von denen, die mir total wichtig sind. Doch ich habe nie zu viel von dir.
Ich hätte deine Nähe heute gebraucht. Um auf andere Gedanken zu kommen. Um mich mal wieder etwas sicherer zu fühlen. Um wenigstens ein bisschen mit dir über meine Ängste zu reden, die auch dich betreffen. Doch du denkst mal wieder nur an dich selbst. Und ich kann dir das nicht mehr zum Vorwurf machen, weil ich weiß, wie viel du gerade leisten musst und wie viel Gepäck du gerade zu tragen hast. Aber du verstehst nicht, dass ich für dich da sein möchte und dir immer beim tragen helfen würde. Du verstehst so vieles nicht.

Ich habe mich mittlerweile einigen Leuten anvertraut, was die Situation zwischen dir und mir angeht. Ich bin kein Mensch, der gut Sachen in sich hineinfressen kann. Ich habe gelernt mich Menschen anzuvertrauen. Bei dir habe ich nicht das Gefühl, dass du das so gut kannst.
Ich habe einen Satz bei diesen Gesprächen oft gehört: "Ist das kompliziert."
Und ja, das ist es. Ich blicke selber nicht mehr durch, was wir füreinander sind.
Was bedeutet dir das zwischen uns?

Aber ich kann dir auch nicht vorwerfen, dass du mir diese Antwort vorbehaltest. Denn, ich glaube nicht, dass du weißt, oder auch ahnst, was du für mich bist. Ich weiß nicht wie ich das geschafft habe, aber ich war in den letzten Wochen verdammt gut darin nicht mit offenen Karten zu spielen. Ich habe einfach verdammt Angst davor, dass dich das abschreckt. Egal, wie oft du mir schreibst, dass du mich besser kennen lernen willst. Ich würde dir liebend gern diese Abgründe, die in mir schlummern ersparen.

Aber lange kann ich das nicht mehr. Du machst mich so glücklich. Du gibst mir ein gutes Gefühl. Ich fühle mich so wohl in deiner Nähe. Ich vertraue dir so sehr und das ist etwas besonderes, weil ich nicht gut Menschen vertrauen kann. Ich will einfach, dass du das weißt. Doch ich kann es auch nicht für mich behalten, dass du mir verdammt oft, sehr weh tust. Du meinstest, du wirst das nicht tun, aber von Anfang an wusste ich, dass das nicht ohne geht. Es ist nicht nur deine Schuld. Meine Gefühle sind das Problem, aber auch du könnstest mal versuchen dich nicht wie ein Elefant im Glashaus zu verhalten.

Du machst mich jedes mal, wenn wir uns nah sind, ein Stückchen mehr ganz. Doch jedes mal danach reißt du mir mein Herz raus und trampelst darauf rum. Immer und immer wieder.
Ich bin mir nicht sicher, wie lange ich das noch aushalten kann.

Doch alles ist besser, als deine Nähe nicht mehr spüren zu dürfen. Alles ist besser, als deine Finger nicht mehr auf meiner Haut spüren zu dürfen. Alles ist besser, als dich nie wieder küssen zu dürfen.

Ich hasse es keine Macht mehr darüber zu haben, wie es mir geht, denn du bist derjenige, der meine Laune bestimmt. Das einzige, was mich noch beschäftigt ist, ob du mir schreibst oder ob du mir nicht schreibst. Dich zu sehen hebt meine Laune so sehr, doch ist es auch nur ein wenig wahrscheinlich, dass ich sie (kann ich deine Ex-Freundin nennen?) zu Gesicht bekomme, will ich nur noch weglaufen. Ich kann es einfach nicht ertragen euch zusammen zu sehen. Und vorallem kann ich ihr nach all dem nicht mehr richtig in die Augen gucken.

Ich komme manchmal an den Punkt, an dem ich mir wünsche, dass ich dich einfach aus meinem Leben werfen könne. An dem ich mir wünsche, keinen einzigen Gedanken mehr an dich verschwenden zu müssen und keine einzige Minute mehr an dich verschwenden wollen.
Doch ich weiß, dass ich das nicht schaffen würde, genau so wie dich eigenhändig aus meinem Leben zu streichen, weil du mich so fertig machst.

Aber auch wenn es mir nur für einen Moment gut geht mit dieser Entscheidung, weiß ich, dass ich ohne deine Nähe nicht das nächste Jahr überleben werde können.

Ich bin komplett von meinem Weg abgekommen.
Ich weiß einfach nicht mehr was ich tun soll.

Sagst du es mir? Irgendwann?

Deine L.

2015/06/28

Steinschlag



Ich schreibe viele Texte, die sich um dich drehen. Immer und immer wieder handeln sie davon, wie sehr es weh tut und wie sehr ich mich nach deiner Nähe sehne. Aber manchmal handeln sie auch von Erkenntnissen, die ich erlangt habe. Erkenntnissen, von denen ich denke, dass sie endlich in meinem Kopf bleiben und mir weiter helfen über dich hinweg zu kommen. Aber es klappt einfach nicht. Ich bin nie auf dem richtigen Weg beziehungsweise ich bleibe immer nur für ein paar Momente auf ihm. Es braucht nur einen kleinen Kieselstein, der alles wieder zum rollen und aufwühlen bringt und mich wieder zurück auf meinen falschen Weg, den ich nun schon seit mehreren Monaten gehe.

2015/06/14

Es geht mir gut.

Das ist mal wieder nur ein Post, der davon handelt, dass ich glaube irgendwo angekommen zu sein. Oder das jetzt alles besser wird.

Ich merke gerade, wie es mir langsam wieder besser geht. Dieses „Hoch“ ist gerade mal zwei Tage alt, aber ich merke einfach, dass ich vieles besser hinbekomme, als in den letzten vier Wochen. Vier Wochen. Was ist das schon für eine Zeit. Verdammt wenig eigentlich, aber für mich war es einfach verdammt schwierig. Um so schöner ist es, zu bemerken, dass es langsam wieder bergauf geht. Ich stolpere immer noch ein bisschen rum, aber ich merke, dass ich schaffe oben zu bleiben. Das liegt sehr an den letzten beiden Tagen. Ich war einfach mal weniger im Internet und habe viel Zeit mit lieben Menschen verbracht, war auf einem Konzert und habe das sogar genossen.

Was ihn betrifft geht es bergab und bergauf. Ich bin einfach ein wenig verletzt, dass er mich nicht an seinem Leben teilhaben lässt und sie hingegen schon. Ich darf ihn einfach nicht zu meinem Lebensmittelpunkt machen. Ich sollte nicht, bei allem, was ich mache daran denken, was er dazu sagen würde usw. Ich sollte mich auf mich selbst und meine Ziele konzentrieren.

Es ist einfach so verdammt anstrengend, dass ich mir dauernd darüber Gedanken machen muss, wie ich rüber komme, was wer von mir hält und das ich nie diejenige bin, die etwas mehr gemocht wird.

2015/06/08

Umschwung.


(Eigentlich nicht mein Musikgeschmack, aber ich habe einen ziemlichen Ohrwurm von diesem Lied.)

Ein wenig bereue ich ja schon immer, mich nicht immer sofort an meinen Laptop zu setzten, wenn ich beschließe etwas aufzuschreiben. Irgendwie bin ich nicht mehr ganz drinn.

Heute. Ich will einfach darüber schreiben, wie dieser Tag war, weil er mir gute Laune bereitet hat.
Eigentlich fing er ziemlich scheiße an. Mir ging es körperlich ziemlich beschissen, was teilweise an dem Wetterumschwung lag. Irgendwie war ich heute einfach nicht ganz bei mir und habe mich auch nicht so richtig wohl gefühlt. Er war nicht so schlimm wie gestern, mir ging es psychisch eigentlich ganz okay, aber ich war einfach Neben der Spur. Komischerweise war der Gedanke ihn nach 1 1/2 Wochen wieder zu sehen (Wir haben uns in letzter Zeit viel zu oft gesehen, fast zwei mal die Woche, deswegen war das mal ein etwas "längerer" Zeitraum.) kaum groß in meinem Kopf, wie sonst immer. Die letzten Wochen bin ich fast immer durch gedreht und hab mich im nachhinein ihm gegenüber richtig unsicher und dumm verhalten. Und heute war das nicht der Fall. Vielleicht einfach weil eine kleine Sache anders war und vielleicht auch, weil ich das Gefühl habe wieder einen Draht zu ihr zu finden. Ich verstehe es selber gerade nicht, wie ich es heute geschafft habe so ruhig zu bleiben, wenn ich daran denke, wie ich die letzten Monate wegen den Gedanken an ihn durch gedreht bin. Ich war heute einfach selbstsicherer und habe mir vorgenommen meine Gefühle zurück zu schrauben und mich normal zu verhalten. Das nehme ich mir jedes mal vor, doch leider bin ich sonst so weit entfernt davon. Ich habe mich nicht richtig richtig wohl gefühlt und der Hintergrundgedanke, dass ich nie so gut klarkommen werde wie sie mit ihm ist immer noch präsent, aber es ging einfach. Vielleicht auch, weil wir kaum Möglichkeit hatten miteinander zu reden. Irgendwie ist das auch mal entspannt. Auf meinem Nachhause weg, habe ich bemerkt, wie sich die Schwarzen Wolken über mir, die seit Wochen da hingen, sich weitgehens aus dem Staub gemacht haben. Und das war einfach ein tolles Gefühl. Ja, ich liege gerade hier und ich habe gute Laune und ja, es ist auch überraschend für mich, ich bin nicht unzufrieden mit meinem Äusseren. Es ist einfach so merkwürdig, ich kann mich nur wiederholen. Ich habe das Gefühl, dass dadurch ich meine Gefühle für ihn ein wenig mehr im Griff habe, mein Leben wieder mehr auf den richtigen Schienen fährt. Zumindestens waren die letzten Stunden dieses Tages sehr viel strukturierter und mit positiven Gedanken übersäht, als in den letzten Wochen und Monaten. Ich hoffe, ich kann endlich akzeptieren, dass ich kein wichtiger Teil in seinem Leben bin, aber schon eine Person, die er ein wenig gern hat. Ich hoffe, diese Phase bleibt einfach mal ein bisschen. Das könnte ich gut gebrauchen.

2015/05/21

"Hey Kapitän, wir sind weg geschlagen. Hey Kapitän, Kommando Untergang."


(das Original ist besser)

Ich bin nicht ganz sicher, ob ich alles richtig schreibe, weil ich schon drei Sekt-Gläser intus habe. Sehr schnell gekippt, weil ich einfach nicht mehr kann.

Scheinbar auf dem besten Weg zu Alkoholikerin.

Aber ich muss ehrlich sein. Gerade gehts mir gar nicht mehr so schlecht. Mein Gehirn ist nicht instande sich größere Gedanken zu machen und das ist auch gut so. Sonst würde ich noch mehr durch drehen.

Es macht mich gerade echt fertig, dass ich ihn so oft sehe. Ich würde gerne auf Abstand gehen. Auch wenn ich wüsste, dass das nichts bringen würde, weil er sowieso 24/7 in meinem Kopf präsent ist.
Trotzdem wäre das einfach hilfreich für mich, wenn es nicht immer wieder mehr Situationen geben würde in denen ich versage.

Heute. Ich war so froh allen Schulstress überstanden zu haben, dass ich dachte, ich könnte nur noch glücklich sein die nächsten Wochen. Tja.

Sie und Er. Und damit meine ich mittlerweile nicht mehr mal seine Freundin. Sondern Sie. Eine gute Freundin von mir. Von der ich mich im Stich gelassen fühle.

Es tut weh, immer nur die zweite Wahl zu sein, nie die erstbeste. Ich bin immer nur die, die der Anhang von jemanden anderem ist. Immer nur die, die merkwürdig ist und nie so cool wie die anderen. Immer nur die, die nichts kann.

Dieser Moment, in dem er sie mehr als nur umarmt hat und ich gemerkt habe, wie sich ein Stacheln in mein Herz bohrt. Ein so großer Stachel, dass ich ihn nicht mehr heraus ziehen kann.

Ich konnte nichts mehr machen. Nicht mehr reagieren. Ein Gefühl von Panik ist in mir aufgestiegen, was ich mir die nächsten Stunden nicht anmerken lassen konne, aber trotzdem nicht verdrängen konnte. In diesem Moment habe ich bemerkt, dass ich aufgeschmissen bin.

Und jetzt, ein wenig Sektangetrunken, habe ich mich mit dem Gedanken angefreundet, ihr das morgen zu sagen. Ihr einfach alles zu erzählen. Weil ich das gefühl habe, dass es nicht so weiter geht.

Und ich will nicht mehr.

2015/05/09

Wasser ist nass.

Ich bin immer noch ein wenig geschockt. Heute ist so verdammt viel passiert. So viel, dass ich es nicht in Worte fassen kann.
Aber ich habe durch das, was heute passiert ist, eine Erkenntnis erlangt.
Ich habe verstanden, was das alles mit ihm soll und wohin mich das bringt: Nämlich nirgendwohin.

Ich war heute morgen schon sehr neben der Spur und hatte nicht besonders viel Lust darauf ihn wieder zu sehen. Irgendwie ging alles erst mal und es war gut so wie es ist.
Doch dann kam dieser Moment, den ich nicht näher beschreiben möchte, in dem ich einfach nur voller Angst war. Angst um ihn, aber nicht nur. Es war mir egal, was mir passiert ist. Es war mir egal, wie kalt mir war, ich habe nur noch daran gedacht, dass ich sofort in retten würde, wenn etwas weiteres passieren würde.
Ich habe ihn die ganze Zeit beobachtet, obwohl es wichtigeres gab und einfach nur gehofft, dass das alles gut geht. Ich habe ihm seine verzweiflung angesehen, seine Wut und auch die Sorge.
Ich kann nicht erklären, was ich verstanden habe, aber ich habe es verstanden.
Meine Gefühle für ihn. Was ich für ihn bin. Und wie viel Wert die Beziehung der beiden ist und wie gut sie zueinander passen.
Mein Blick huschte auch immer wieder dahin, wo sie bevor das alles passiert war, gesessen hatte.
Und dann sah ich sie und ihr Gesicht voller Sorge. Ich musste immer wieder daran denken, wie schlimm es für sie gewesen sein musste, ihn so zu sehen und nicht helfen zu können. Und das habe ich ihr auch gesagt.

Ich hab's einfach kapiert. Ich sollte mich nicht von meinen Gefühlen leiten lassen. Egal, wie dumm und zerstörerisch im endeffekt es klingt, es ist das, was für alle besser ist. Auch für mich.
Außerdem habe ich es aufgeben mich "dazwischen zu drängen". Dafür habe ich sie heute zu gut kennen gelernt und auch mögen. Sie ist ein verdammt netter Mensch.

Trotzdem hat es mir gefallen, so oft seine Nähe heute gespürt zu haben. Häufiger als sonst.
Doch es hat auch weh getan. Ihn und seine schlechte Laune.

Ich weiß, dass meine Gefühle, die zwar schon abgeschwächt sind, nicht so schnell verschwinden werden, wenn überhaupt. Ich weiß, dass ich weiterhin Angst vor zu vielen Dingen haben werde und auch Angst um ihn.
Aber ich glaube gerade fest daran, dass alles wirklich besser wird.
Und ich hoffentlich weiterhin sowas wie eine kleine Schwester für ihn bleibe.

2015/04/20

"Schön ist das, was wir mit Liebe betrachten."

Ich habe auch manchmal gute Tage. So wie heute. Bloß leider teile ich die nicht so oft hier.
Deswegen mache ich das jetzt.

Es ist witzig wie nah bei mir Verzweiflung und Glücksgefühle bei einander liegen.
Heute war ein guter Tag.
Fast die selbe Situation, wie am Freitag, aber ohne die schlechte Laune, sondern mit mehr grinsen auf dem Gesicht, besserer Laune und auch mehr kribbeln im Bauch.

Ich würde mich selber nerven, wenn ich in diesem Moment nicht so glücklich wäre.
Meien Gefühle für ihn sind mir plötzlich wieder präsent. Ich verstehe es selber nicht.
Die letzten Wochen habe ich endlich realisiert, dass er einfach scheiße ist und habe meine Gefühle dann darauf geschoben, dass ich Aufmerksamkeit von ihm bekomme.
Doch heute war alles anders.
Ich bin mit dem Gedanken zu unserem "Treffen" gegangen, dass ich doch locker mit ihm umgehen kann, ohne jegliche Gefühle.
Doch gerade in solchen Momenten, in denen ich beschließe keine Gefühle zu zulassen und sich ergibt, dass es alles einfacher macht, kommen diese mit so einer Wucht wieder.
Vielleicht liegt es daran, dass es mir so gut geht nach den mehreren Stunden, die wir miteinander verbracht haben, dass er ziemlich gute Laune hatte, wir viel gelacht haben und es einfach schön war.
Und das ich ihm nach diesen Tag in meine Armen schließen konnte. Ich finde gerade keine richtigen Worte dafür. Eigentlich möchte ich dieses Glücksgefühl nur noch in mir verschließen, damit es immer bleibt und ich nicht von dem miesgrämigen Alltag spätestens Morgen früh eingeholt werde.

Ich kann so sein, wie ich möchte.


2015/03/05

Auch an Tagen voller Regen, kann die Sonne scheinen.



Als ich gestern Abend schlafen gegangen und heute morgen aufgewacht bin, hab ich das gleiche gedacht: Bloß nicht zur Schule.
Der Tag hat mich gestern einfach zu sehr runter gemacht, mir Ängste gegeben, die ich davor noch nicht hatte und mich mal wieder zweifeln lassen.
Als ich heute morgen zur Bushaltestelle gelaufen bin, habe ich daran gedacht, wie sehr ich gerne diesen Herausforderungen und Ängsten entgehen würde, die mit den Stunden heute kommen würden.

Ich habe heute viel geweint. Aber nicht aus Trauer, sondern einfach, weil ich mich nicht mehr tod-lachen kann ohne zu weinen.
Ich bin gerade eben nach hause gekommen und hab getanzt. Und meine gute Laune hält immer noch an.

Es gibt einfach Menschen, mit denen kann man sich immer (gerne im auch im Matheunterricht) über die dümmsten Dinge todlachen und dabei von allen blöd belächelt und von dem Lehrer ermahnt werden.

Doch das ist es mir Wert und diese Menschen sind gold wert.

Und ich weiß, dass ich diese Post bald, wenn ich mal wieder deprimiert und traurig bin, vergessen werde und auch dieses Gefühl, was ich gerade bei diesem Song habe. Vielleicht auch schon heute Abend. Aber wenn ich wenigstens ein wenig mehr kapiere, Stück für Stück, wie ich Glück in mein Leben bringen kann und wie schnell meine Ängste verschwinden können, dann kann alles nur besser werden.

2015/02/25

Photonenkanonen

Und es gibt Tage, die würde ich ohne meine Kopfhörer und Musik nicht überleben.
Und es gibt Tage, da retten mir Menschen das Leben, in dem sie mit mir gemeinsamen zum nächsten Supermarkt laufen, weil ich unbedingt Schokolade und Kaffee brauche.
Und es gibt Tage, da müssen mir meine Freunde sagen, wie ich denke und warum ich manche Dinge mache, weil ich es selber nicht verstehe.
Und es gibt Tage, da ist mein Selbstbewusstsein und meine Selbstsicherheit auf dem höchsten Level, nur weil eine Person mir nicht von der Seite weicht, mich immer wieder aufbaut.
Und es gibt Tage, da bin ich mir sicher, dass er nicht mein Kryptonit sein kann.
Und dann gibt es Tage, wie den heutigen, da habe ich verdammt Angst davor, dass er das doch sein könnte.

2014/12/19

Please, life slow down. I like you in this moment.



Angetrunkene/Betrunkene Post sind immer noch die besten.
Es ist 14:09 und ich bin angetrunken.
Beste Bilanz.
Aber was soll man auch anderes machen an Zeugnistagen?
Meine besten Freundinnen und ich haben heute einfach mitten in der Eingangshalle unserer Schule 'ne Sektflasche aufgemacht. Geiles Image jetzt sicher.
Doch irgendwie hat mich das nicht interessiert (vorhin schon, aber jetzt nicht mehr.)
Das Semester ist nun auch zu Ende und ich bin verdammt froh darüber.
Weihnachten kommt und das Jahr neigt sich zum Ende hin, aber irgendwie ist mir das in dem Moment komplett egal. Obwohl meine Gedanken in den letzten Wochen um nichts anderes geschwebt haben.
Doch warum sollte ich gerade in diesem Moment, daran einen Gedanken verschwenden, wie schlecht es mir gehen könne, wenn sich gerade alles so gut anfühlt.
Es ist 14:12 und ich frage mich, wo sich die halb volle Vodka-Flasche befindet.

Und ich lächel dabei.

2014/10/23

"Viel von sich reden, kann auch ein Mittel sein, sich zu verbergen." - Nietzsche

Aufbruchstimmung.

Lang, Lang ist her. So kommt es mir auf jeden fall vor. Ich könnte jetzt schreiben, viel hat sich verändert, aber das tut es sich immer. Ich könnte jetzt auch schreiben, es ist alles schlimmer geworden, was auch nicht stimmt, weil es sogar eventuell alles besser geworden ist.

Ich sollte nicht immer ein Fazit ziehen. Alles verändert sich von Sekunde zu Sekunde, von Minute zu Minute.

Nervosität fließt durch meine Adern. Für mich immer ein negatives Gefühl, aber trotzdem ist sie positiv. An diesem Wochenende mache ich etwas, was ich sonst nie mache. Deswegen ein passender Moment für einen neuen Post. Im Prinzip beinhaltet dieses Ereignis endlich aus mir heraus zu kommen. Neues zu erleben, neue Leute kennen zu lernen. Das heißt aber nicht, dass ich nicht Angst habe. Ich habe verdammt viel Angst, im nachhinein werde ich (hoffentlich) da sitzen, mir das hier durch lesen und zu mir sagen "das war sowasvon unbegründet.".

Ich will mir endlich nicht mehr so viele Gedanken, über alles und jeden machen müssen. Ich will diese zwei Jahre so schnell wie möglich hinter mich bringen, aber sie auch irgendwie nicht davonfließen lassen.

Alles ist vergänglich und man* kann nicht immer alles machen, aber trotzdem will ich soviel.

2014/08/25

Midnight City

(geschrieben um 21:30)
Ich befinde mich gerade auf dem Rückweg in die Heimat. Das Ende der Ferien wurde mit einer Hochzeitsparty gehörig gefeiert. Es war merkwürdig... entspannend. Diesmal musste ich nicht ich mich nicht mit dem Gedanken anfreunden (wohl eher anfeinden) an einem Freitagabend, wo ich viel besseres zu tun habe, als vier Stunden lang in einem stinkenden Auto mit meinem Vater am Steuer zu sitzen, sondern konnte gemütlich am Samstag Morgen alleine in einem Zug sitzen und die Landschaft an mir vorbei ziehen lassen. Betrug einen großen Anteil an meiner besseren Laune und auch das mein Vater nicht mit gefahren ist, machte so vieles einfacher. Auch das Verhältnis zwischen mir, meine Mutter, meinem Bruder, meinem Onkel und meinem Opa war besser.. Angespannt, aber irgendwie ehrlicher.
Die Hochzeitsparty war einfach nur schön. Ich hatte eigentlich nicht so viel Spaß, wie wenn ich mit Freunden unterwegs gewesen wäre, aber es war mal ein Abend, wo ich froh darüber war, dass meine Familie ist so wie sie ist.
Vielleicht lag's auch an dem Alkohol, der mich leider nicht so angeheitert machte, wie ich wollte, meine Gedankengänge aber vereinfachten. Ich habe getanzt, gut gegessen, das Brautpaar bestaunt, mich gut mit meinem Cousin verstanden und bemerkt, dass wir uns, trotz den 10 Jahren Altersunterschied gar nicht so unähnlich sind.
"Guck nicht so, du schickst ihn nur zur eigenen Familie, nicht in den Krieg." "Ja eben, dass ich ja noch viel schlimmer."
ungefähres Zitat aus Grossstadtklein
Morgen. Nur noch weniger als 10 Stunden. Dann fängt es an. Und ich bekomme nichts mehr mit. Ich lebe gerade im hier, kann keinen einzelnen Gedanken an morgen fassen. Es ist ungewohnt. Alles ist anders.
Ich glaub, ich pack das.