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2014/12/01

"Denk dran, seltsam ist nur ein anderer Begriff für Einzigartig."

„Du bist seltsam.“
Aha. Hat aber lange gebraucht, bis ihm das aufgefallen ist.
Doch ich verstehe mal wieder vieles nicht. Und interpretiere mal wieder zu viel hinein.
Warum schreibt er mir das noch? Warum lässt er es nicht dabei sein, dass ich seltsam bin und lässt mich in Ruhe? Doch stattdessen behaart er weiter darauf. So als ob er vielleicht ganz vielleicht doch noch Interesse an mir hätte. Wie abwegig der Gedanke ist und wie kindisch er klingt. Doch leider kann ich einfach nicht davon ablassen. Ich bin wütend, ich wünschte mir wäre alles im Zusammenhang mit ihm egal und er würde mich in Ruhe lassen, mich einfach nicht mehr anschreiben, doch irgendwie klappt es nicht so, wie ich es gerne hätte.
Das Problem ist, ich fasse das seltsam seltsamerweise als positiv auf.
„Denk dran, seltsam ist nur ein anderer Begriff für einzigartig.“


Wie schafft es mein Kopf nur immer wieder aus seinen un-bedeutsamen Sätzen so etwas bedeutsames zu machen?

2014/11/30

Außer Plan.


Alles, wirklich alles läuft gerade kaum so, wie ich es gerne hätte.
Dazu kommt, dass sich alles um mich dreht und mein Magen mit.
Obwohl ich kaum was getrunken habe, fühle ich mich betrunkener als sonst.
Doch irgendwie musste ich mir doch alles schön trinken, gerade wenn nichts mehr schön ist.
Egal, was ich mache, egal, welche Erwartungshaltungen ich habe: es wird einfach nicht gut. Nichts.
Und niemand versteht mich. Noch nicht mal ich selbst.

2014/11/29

Just this once i'm in love.

22:11

Es tut weh. Es tut so verdammt weh. Die kälte, die von außen kommt, spüre ich kaum noch. Nur noch diesen Schmerz. Es zerreißt mich innerlich und zwar immer und immer wieder. Es hört einfach nicht auf. Er hört einfach nicht auf mich fertig zu machen. Mein Kopf & Mein Herz lassen einfach nicht von ihm los. Und es wird sobald nicht aufhören.

2014/11/26

Gold.


Und dann sitzt du einen weiteren Nachmittag vor deinem Laptop ohne irgendwas geschafft zu haben. Guckst dir alte Fotos an, die als Ablenkung deiner düsteren Gedanken dienen sollten. Du siehst sie alle genau an, fühlst dich zurück versetzt. Diese ganzen Erinnerungen mit diesen tollen Leuten. Das Gelächter von damals tönt in deinen Ohren wieder. So laut wie noch nie. Du willst die Zeit zurück haben, kämpfst dafür nicht mehr im hier & jetzt leben zu müssen. Nicht mehr in dieser Realität, die trist und grau ist. Diese ganzen Fotos, die nur Bruchstücke der wahren Momente sind, aber trotzdem eine schöne Erinnerung.
Und dann willst du allen Danke sagen. Gerade genau in diesem Moment, wo du alleine Zuhause sitzt und mal wieder merkst, was für tolle Menschen dein Leben bereichern. Irgendwo in deinem Kopf schleicht die Idee herum, ein Bild auf Facebook zu stellen und einen Text darunter zu schreiben, anstatt Morgens mal aufzustehen mit dem Gedanken allen mal Danke zu sagen. All den Menschen, die dir jedes mal wieder durch den Tag helfen, dich wieder hoch ziehen, dir gut zusprechen und damit, dass sie da sind, dir dein Leben retten.

Alte Screenshots, Fotos und Videos angeguckt. Zu dem Entschluss gekommen: Früher war wirklich alles besser.

2014/11/24

Das kleine Wörtchen "Eigentlich" macht eigentlich ziemlich viel aus.

Ich bin verletzt. Egal, ob es mein Stolz ist oder es an meinen Gefühlen liegt.
Und der Grund dafür ist ein eindeutig nicht miss zu verstehendes Profilbild.
Auf dem er eindeutig einen anderen Kopf in den Händen hält und jemanden küsst.
So weit so gut. Wär' mir eigentlich schnuppe. Eigentlich.
Wäre er nicht jemand von dem ich mir was erhofft hatte.
Um das kurz zu erläutern: Ich wollte einfach was von ihm, d.h. Spaß, ein bisschen rummachen, Erfahrungen sammeln. Klingt bitchig, ich weiß.
Doch, ich hatte einfach mal wieder Lust zu küssen, Nähe zu spüren, auch wenn sie nicht von dem ist, nach dem ich mich sehne.

Er hat mir eindeutig gezeigt, dass er mich gut fande/findet und das hatte ich einfach mal genossen, gerade weil alles so eindeutig war und da halt nichts misszuverstehen war.
Tja, falsch gedacht, so wie immer.
Das ist das erste mal, das jemand mir mal zeigt, dass ich nicht nur das eine komische, braunhaarige Mädchen bin, was mit den Leuten rumhängt, von denen sie was wollen. Nein. 
Er ist alleine auf mich zu gekommen und verdammt, irgendwie muss ich doch mal selbstbewusster werden und mein Selbstwertgefühl steigern (lassen), egal ob es durch Selbstreflexion oder Eroberungen ist. Egal, wie erbärmlich das ist.

Wir schrieben eine Zeit lange miteinander, was als erstes daran lag, dass ich im Urlaub war und dann als Überbrückung bis wir uns endlich treffen würden. Wie ich es gehasst habe. Warum sollte ich jemand über Whatsapp kennen lernen, obwohl ich ihm auch im Reallife treffen hätte können. Aber da wurde nichts draus, weil in den letzten Wochen verdammt viel los war bei ihm und bei mir. Und diesmal wär meine Angst sogar kein Thema gewesen.

Das Problem war halt auch immer, dass ich einfach nicht gut dadrin bin Menschen a) schnell, b) so das man es nicht falsch versteht und c) wie ich wirklich bin, zu schreiben. Dazu kommt noch das mein Handy nicht wirklich Whatsapp kompatibel ist.
Doch nach dem ich zwei Wochen nicht schreiben konnte/wollte, war er scheinbar sauer.

"Dein ernst?" lauteten seine Worte.
Darauf dachte ich "Okay, er ist sauer. Scheiße, ich habs ganz versaut. Aber warum ist er denn sauer, ich kann ja nichts dafür?"
Dann antwortete er mit einer sehr lieben Nachricht, die mich zum Lächeln brachte:
Ich war ihm wichtig. Oder so was ähnliches.
"Sorry, wenn ich unhöflich war, hatte nur nicht mehr mit dir gerechnet und dann kam die Enttäuschung wieder hoch."

Habe ich vielleicht in vieles zu viel interpretiert?
Ich habe doch auch nur gespielt, es wäre doch okay, wenn er zurück gespielt hätte. Aber das mit seiner Freundin auf seinem Profilbild, finde ich, entspricht nicht den Spielregeln. Mir und ihr gegenüber nicht.

Doch, was mich dadrin bestärkte Hoffnung In der Sache zu haben war, dass er mir häufiger schrieb, dass wir uns doch endlich mal treffen sollten, worauf ich immer mit einem beherzten "Ja" antwortete. Vielleicht kam ich wirklich so rüber, als ob er mich nerven würde und ich nichts von ihm wollte....

Später hatten wir noch mal darüber geschrieben, wie das denn für mich war, als er mich angesprochen hatte. Ich hatte endlich das Gefühl ihm mit meinem Worten, die ehrlich waren und ich dachte dem Zusammenhang entsprechend, mein Interesse auszusprechen.
Gerade weil er mich erzählte, dass er das Gefühl hatte, dass es nicht so gut rüber kam, weil er das noch nie gemacht hatte. Und irgendwie schlich sich wieder der Gedanke in meinen Kopf ein, dass er wirklich Interesse an mir hat, oder besser hatte.

Seine "letzten Worte" waren dann eine falsch verstandene Frage, die ich ihm schon ein paar mal gefragt hatte und er enttäuscht darüber war, dass ich es vergessen hatte.

Und seit letztem Donnerstag, als ich vor meiner letzten Klausur dieses tolle, aufmunternde, ermutigende (ACHTUNG IRONIE) Bild sah, frage ich mich ununterbrochen: Wie kann ich aufhören immer alles falsch zu machen?

War ich in dieser Geschichte nicht eher der Kerl?
(Eigentlich NO PLACE FOR GENDERSPEZIFISCHE KLISCHEES)

2014/11/16

Joy Formidable - This Ladder Is Ours #np

Komisches Gefühl im Bauch, welches ich zu deuten weiß, aber eigentlich nicht näher erläutern möchte.

FICK DICH LEBEN.

Über Enttäuschung und das Gefühl von Glück.


Passt das zusammen?
Wieso fange ich in letzter Zeit bei allem, was ich schreibe mit einer rhetorischen Frage an?
Heute Abend kurz & knapp.
Normalerweise bin ich kein Mensch, der sich darüber aufregt, dass sich jemand nicht bei mir meldet. Auch wenn wir in einem digitalen Zeitalter leben, in dem keine Distanz unüberwindbar ist und eine Nachricht schnell geschrieben, verstehe ich, wenn man* nicht dazu kommt eine kleine Nachricht zu verfassen. Es gibt halt immer Situationen, wo man* so unendlich viel um die Ohren hat, immer wieder dran denkt "ahh ja, ich muss ja noch dem und der schreiben", aber trotzdem wenn man* sein Handy in der Hand hat, es nicht tut.
Trotzdem war ich die letzte Woche sehr enttäuscht, verletzt und sauer:
Ich bekomme immer mehr das Gefühl, dass ich diejenige bin, die Leute anschreibt, auf sie zukommt und fragt ob sie Zeit haben und nie die anderen sowas machen. Kommt es daher, dass ich einen unheimlich stark ausgeprägten Bewegungs- und Erlebnisdrang habe? Und dazu noch zu viel überschüssige Zeit (nicht immer)? Trotzdem spinnt sich der Gedanke immer weiter in mein Gehirn rein und kommt nicht wieder raus, was mir gerade in der letzten Woche nicht viel geholfen hat: Du bist ihnen nicht zu wichtig, wie sie dir. Du kannst nicht ohne sie, aber sie können ohne dich.
Ich weiß, dass das nicht stimmt. Aber trotzdem merke ich das irgendwie.
Schwierige Situation, zu der dann immer noch dazu kommt, dass seit Anfang dieses Schuljahres zu vieles zu anders ist. Wir sehen uns nicht mehr jeden Tag, haben nicht die gleichen Kurse zusammen und neulich ist es sogar vorgekommen, dass wir uns 7 Stunden im gleichen, eigentlich nicht großen Gebäude aufgehalten haben und uns einfach nicht über den Weg gelaufen sind.
Dazu kommt noch, dass alle meine Freunde neue Leute kennen gelernt haben. Nichts neues, habe ich ja schließlich auch. Doch trotzdem merke ich, dass sie alle schneller, besser und intensiver neue Freundschaften aufbauen können, als ich, die eigentlich seit 4 Jahren die gleichen Leute ihre engsten Freunde nennt.
Hin & Her geht bei mir nicht. Sowie "Unwichtig" auch nicht.
Meinte ich nicht, dass der Post kurz werden würde?

Trotz allem geht es mir gerade keinenfalls schlecht! Ich war den ganzen Tag zwar alleine und ich bis auf ein einstündiges Skypegespräch mit dem einzigen Menschen, der wirklich alleine auf mich zu kommt, mit niemanden geredet habe, da ich Sturm habe, habe aber trotzdem nicht viele beschissene Gedanken gehabt. Leider Bullshit, aber in den letzten 6 Stunden haben sich die Wolken, die dieser Tag herbei gezogen hat, sehr weit gelichtet.
Und das lag einzig und allein am Internet.
Es ist so schön zu wissen, dass es dort draußen Menschen, wie ich gibt, die es schaffen mit einem geringen Aufwand mir ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern.
Ein Zusammengehörigkeitsgefühl.
Ein Gefühl von Glück, was in einem aufschwappt und einen ergreift. Unheimliche Gänsehaut.

Ich merke, wie ich häufiger einfach mal mit Musik in den Ohren, mit einem Lächeln im Gesicht durch die Gegend laufe, obwohl mir nicht danach ist. Einfach weil durch diese Kurve auf meinem Gesicht, wie von zauberhand meine Laune besser wird.
Vielleicht kann man* doch Glück erzwingen. Oder einfach Pech gut verdrängen.